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Äußere und Innere Form. Abstraktion. Kunst.

Die innere Form im künstlerischen Werk zeichnet sich durch eine inhaltliche Essenz aus, die äußere Form durch das Objekt. Abstraktion ist für innere wie äußere Form das Mittel, um den Gegenstand von seinem inhaltlichen oder gegenständlichen Kontext zu lösen. Dadurch wird die inhaltliche Essenz abgeschöpft und dem Gegenstand Objekthaftigkeit verliehen.

Duchamps Pissoir ist Kunst durch die Person Duchamp. Die Person, die Form sichtbar macht, darf nicht beliebig sein, sondern ist an das künstlerische Werk gebunden.

Beliebigkeit ist nur erlaubt im Kontext des Plans. Beliebigkeit muss im Konzept verankert sein, um das künstlerische Werk zu rechtfertigen, das an sich als Form keine Beliebigkeit enthalten darf.

Der Kontext des künstlerischen Werks darf nicht an das Leben gebunden sein. Das Kunstwerk ist vom Kontext des Lebens getrennt → Distanzierung

Wenn ich eine Blume betrachte, betrachte ich sie in dem Moment der Betrachtung separiert von dem, was sie umgibt und erkenne sie als Blume. Ich setze ein Zeichen. Ohne Zeichenhaftigkeit können wir nicht wahrnehmen und auch keine Kunst machen. Solange keine Zeichen vorhanden sind, muss das Kunstwerk selbst ein Zeichen sein, um Kunst zu sein.

Das Erkennen kann nur erreicht werden, wenn wir etwas trennen und zugleich verbinden. Der Ursprung wie das über die Gegenständlichkeit und den Inhalt hinaus Weisende verstehe ich als Bezug und Transzendenz.

Die Natur ist Objektkunst durch die Wahrnehmung des Unterschieds. Gibt es keinen Unterschied und ist die Wahrnehmung beliebig oder poetisch, ohne einen Rahmen, der Abstraktion erzeugt, der Form herausbildet, so ist die Wahrnehmung zerstreut durch einer Vielzahl. Steht Vielzahl für sich allein ohne Kontext zur Wahrnehmung an sich und ohne Referenz zum Ursprung, ist es das Leben. Doch das Leben ist keine Kunst.

So verhält es sich mit dem Kunstwerk: gibt es keinen Bezug zum Schöpfer, dem Künstler oder keine Abstraktion, die durch ihre Wirkung das Kunstwerk über seine Gegenständlichkeit und seinen Inhalt hinaus weisen lässt, ist es keine Kunst.

Der Unterschied erst gibt Beliebigkeit eine Form. Der Bilderrahmen allein ist noch keine äußere Form. Ein kaputter Bilderrahmen allein jedoch als Objekt, nicht mehr Gegenstand dadurch, dass er den inhaltlichen Kontext, seinen Zweck, verlassen hat, indem er seine Gegenständlichkeit verloren hat, weil er kaputt ist, also abstrahiert gezeigt wird, erzeugt diese beiden Unterschiede in der inneren und äußeren Form.

Inhalt und Gegenständlichkeit bedingen einander: ist der Bilderrahmen nur kaputt oder wird er gezeigt, wie er ganz ist, fehlt der inhaltliche oder gegenständliche Unterschied, es ist weder die inhaltliche Essenz abgeschöpft noch ist der Bilderrahmen ein abstraktes Objekt. Als Objekt allein ist der kaputte Bilderrahmen ebenso wenig abstrakt wie sein Zweck und Inhalt abstrakt sein kann.

Der relative Bezug zum Künstler und die absolute Transzendenz zum Zeitgeist machen das Kunstwerk vollkommen. Der absolute Bezug, also die Persönlichkeit im Kunstwerk, fällt aus dem Rahmen der inhaltlichen Abstraktion, genauso wie relative Transzendenz durch Vielzahl aus der gegenständlichen Abstraktion fällt, da kein Unterschied gewahrt wird - der Unterschied zum Leben und zur Natur durch geführte Wahrnehmung.

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Zuletzt aktualisiert: 8. Feb, 01:10

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